GLM-5.2

Offenes MoE mit einer Million Token Kontext für lange Coding-Aufgaben

Eine Million Token Kontext

Das GLM-5.2 Modell im Überblick

GLM-5.2 ist das offene Modell von Z.AI für lange, anspruchsvolle Coding- und Agenten-Aufgaben. Das Kontextfenster, also die Textmenge, die das Modell in einer Anfrage berücksichtigen kann, wächst gegenüber GLM-5.1 auf eine Million Token. Deutlich zulegen kann das Modell vor allem bei langen Aufgaben, etwa bei Terminal-Bench 2.1 von 63,5 auf 81,0.

Technisch ist GLM-5.2 ein Mixture-of-Experts-Modell (MoE) mit 744 Milliarden Parametern, von denen je verarbeitetem Textbaustein (Token) nur 40 Milliarden rechnen. Neu ist IndexShare: Mehrere Sparse-Attention-Schichten teilen sich einen Index der relevanten Token-Beziehungen, was den Rechenaufwand bei einer Million Token Kontext um den Faktor 2,9 senkt. Die Gewichte stehen unter der MIT-Lizenz ohne regionale Einschränkungen.

Name:

GLM-5.2 (+ GLM-5.2-FP8)

Entwickler:

Z.AI (Zhipu AI)

Veröffentlichung:

Juni 2026

Lizenz:

MIT (keine regionalen Einschränkungen)

Modelltyp:

Sparse MoE, Agentik und Coding, rein textbasiert

Parameter:

744 Mrd. total (40 Mrd. aktiv pro Token), die HF-Modellseite listet 753 Mrd.

Architektur:

Sparse MoE mit Sparse Attention (IndexShare) und verbessertem MTP-Layer

Kontextlänge:

1.000.000 Token (Ausgabe bis 128.000 Token)

Variationen von GLM-5.2

GLM-5.2

Die vollständigen Modellgewichte im Zahlenformat BF16 mit 16 Bit je Parameter. Die Referenzversion für maximale Genauigkeit mit dem höchsten Speicherbedarf.

GLM-5.2-FP8

Die von Z.AI bereitgestellte quantisierte Fassung mit 8 statt 16 Bit je Parameter. Der Speicherbedarf halbiert sich dadurch etwa, ohne dass Sie selbst quantisieren müssen.

Vorgänger und Nachfolger

GLM-5.1 ist auf lange Agenten-Läufe ausgelegt, verarbeitet aber nur 200.000 Token. Der Nachfolger GLM-5.3 nutzt laut Z.AI dasselbe Basismodell wie GLM-5.2 und legt allein durch weiteres Post-Training zu.

Spezialitäten von GLM-5.2

Eine Million Token Kontext

Ganze Codebasen und umfangreiche Dokumentsammlungen in einer Anfrage.

Lange Coding-Aufgaben

Starke Zuwächse bei DeepSWE, FrontierSWE und Terminal-Bench 2.1 gegenüber GLM-5.1.

IndexShare

Ein gemeinsamer Index für je vier Sparse-Attention-Schichten senkt den Rechenaufwand bei langem Kontext deutlich.

Einstellbarer Denkaufwand

Reasoning-Stufen max und high, die Denkphase lässt sich auch ganz abschalten.

Benchmarks & Leistung

Individuelle KI-Beratung

Ist GLM-5.2 das passende Modell für Sie?

Eine Million Token Kontext bei offener MIT-Lizenz, aber mit hohem Hardware-Bedarf. Wir prüfen mit Ihnen Nutzen, Auslegung und Betriebskosten.

Die Post-Training Pipeline für GLM-5.2

Trainingsdaten & Trainingsprozess

Für das Post-Training nutzt Z.AI die eigene Reinforcement-Learning-Infrastruktur „slime“ mit einem Critic-basierten PPO-Verfahren für lange Aufgaben. Beim Reinforcement Learning lernt das Modell aus Bewertungen seiner eigenen Lösungswege.

Gegen Reward Hacking, also das Ausnutzen von Schwächen im Bewertungssystem, setzt Z.AI einen regelbasierten Filter und ein bewertendes Sprachmodell ein. Per On-Policy-Distillation wurden anschließend zehn spezialisierte Expertenmodelle in einem gemeinsamen Modell zusammengeführt. Zur Menge der Trainingsdaten macht Z.AI für GLM-5.2 keine Angabe.

Hardware & Deployment

  • Unterstützte Inferenz-Software: SGLang (ab 0.5.13.post1), vLLM (ab 0.23.0), KTransformers, Transformers und Unsloth
  • Offizielle FP8-Gewichte als GLM-5.2-FP8, KV-Cache ebenfalls in FP8 möglich
  • Verbessertes MTP-Layer für Speculative Decoding, laut Z.AI bis zu 20 Prozent mehr akzeptierte Token
  • Betrieb auf Huawei-Ascend-NPUs über vLLM-Ascend, xLLM und SGLang
  • Reasoning-Stufen max (Standard) und high, Denkphase per enable_thinking abschaltbar

Empfohlene Hardware-Spezifikation

  • Ein Server mit acht GPUs, die offiziellen Startbefehle verteilen das Modell auf acht Karten
  • Die FP8-Gewichte belegen rund 94 GB je Karte, daher GPUs der H200- oder B200-Klasse, H100 mit 80 GB reichen nicht
  • Mit den FP8-Gewichten rund 750 GB VRAM allein für die Gewichte, mit BF16 etwa das Doppelte
  • Für Kontexte bis eine Million Token deutlich mehr Reserve für den KV-Cache, FP8-KV-Cache nutzen
  • Ohne eigene Hardware: Betrieb in unserer GPU Cloud, DSGVO-konform in Deutschland
Anwendungsfälle – Empfohlene Anwendungsfälle für GLM-5.2

Empfohlene Anwendungsfälle für GLM-5.2

GLM-5.2 eignet sich für Organisationen, die sehr lange Kontexte und anspruchsvolle Coding-Agenten selbst betreiben wollen. In einer KI-Beratung prüfen wir mit Ihnen, ob sich der Infrastrukturaufwand für Ihren Anwendungsfall rechnet.

Coding-Agenten für große Codebasen
Änderungen über ganze Repositories mit bis zu einer Million Token Kontext.
Analyse umfangreicher Dokumente
Verträge, Spezifikationen und Wissensbestände in einer Anfrage.
Lange Agenten-Abläufe
Mehrstufige Aufgaben mit vielen Werkzeugaufrufen über Stunden.
Mathematik und Wissenschaft
Spitzenwert bei AIME 2026 und starke Ergebnisse bei GPQA-Diamond.
Selbst betriebene Alternative
Offenes Modell im eigenen Rechenzentrum, ohne Daten an Dritte zu geben.
Z.AI
GLM-5.2

Stärken & Schwächen von GLM-5.2

Ihre GLM-5.2 Lösung

GLM-5.2 im eigenen Rechenzentrum betreiben

Wir planen die Cluster-Auslegung für GLM-5.2, übernehmen Inbetriebnahme, Quantisierung und Betrieb und hosten das Modell auf Wunsch DSGVO-konform in unserem zertifizierten Rechenzentrum in Limburg an der Lahn.

FAQ - Häufige Fragen

Wissenswertes zu GLM-5.2

GLM-5.2 verarbeitet bis zu einer Million Token in einer Anfrage und gibt bis zu 128.000 Token aus. Möglich macht das IndexShare: Mehrere Schichten der Sparse Attention teilen sich einen Index der relevanten Token-Beziehungen, statt ihn jeweils neu zu berechnen.

Das Kontextfenster wächst von 200.000 auf eine Million Token, und bei langen Coding-Aufgaben legt das Modell deutlich zu, etwa bei Terminal-Bench 2.1 von 63,5 auf 81,0. Mehr zum Vorgänger lesen Sie auf unserer Seite zu GLM-5.1.

Mit den offiziellen FP8-Gewichten rechnen Sie mit rund 750 GB Grafikspeicher (VRAM) und damit acht GPUs der H200-Klasse. Für die BF16-Gewichte verdoppelt sich der Bedarf ungefähr. Wer den langen Kontext ausschöpft, braucht zusätzlich viel Speicher für den KV-Cache, den Zwischenspeicher für bereits verarbeitete Teile einer Anfrage.

Ja. Z.AI veröffentlicht die Gewichte unter der MIT-Lizenz, ausdrücklich ohne regionale Einschränkungen.

Ja. Über unsere GPU Cloud stellen wir die nötige Rechenleistung bereit. Alternativ bündelt der MaaS Proxy verschiedene Modelle über eine einheitliche Schnittstelle. Beide Wege betreiben wir DSGVO-konform in Deutschland.

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Unsere KI-Experten sind für Sie da!