GLM-4.6

Offenes MoE für Coding, Reasoning und Agenten mit 200.000 Token Kontext

Coding, Reasoning und Agenten

Das GLM-4.6 Modell im Überblick

GLM-4.6 ist die Weiterentwicklung von GLM-4.5 für Coding, Reasoning und Agenten-Aufgaben. Das Kontextfenster, also die Textmenge, die das Modell in einer Anfrage berücksichtigen kann, wächst von 128.000 auf 200.000 Token. Vor allem beim Programmieren legt das Modell zu, bei LiveCodeBench v6 etwa von 63,3 auf 82,8, und arbeitet laut Z.AI zudem über 30 Prozent token-effizienter.

Technisch ist GLM-4.6 ein Mixture-of-Experts-Modell (MoE) aus vielen spezialisierten Teilnetzen. Von 355 Milliarden Parametern sind je verarbeitetem Textbaustein (Token) nur 32 Milliarden aktiv. Das Modell arbeitet wahlweise mit Denkphase (Thinking) für komplexe Aufgaben oder ohne für schnelle Antworten und steht unter der MIT-Lizenz.

Name:

GLM-4.6 (+ GLM-4.6-FP8)

Entwickler:

Z.AI (Zhipu AI)

Veröffentlichung:

September 2025

Lizenz:

MIT

Modelltyp:

MoE, Hybrid-Reasoning (Thinking und Non-Thinking), rein textbasiert

Parameter:

355 Mrd. total (32 Mrd. aktiv pro Token)

Architektur:

MoE mit Grouped-Query Attention, 96 Attention-Heads, QK-Norm und MTP-Layer

Schichten:

92

Experten (MoE):

160 Experten, 8 aktiv je Token, 1 geteilter Experte

Kontextlänge:

200.000 Token (Ausgabe bis 128.000 Token)

Variationen von GLM-4.6

GLM-4.6

Die vollständigen Modellgewichte im Zahlenformat BF16 mit 16 Bit je Parameter. Die Referenzversion für maximale Genauigkeit mit dem höchsten Speicherbedarf.

GLM-4.6-FP8

Die von Z.AI bereitgestellte quantisierte Fassung mit 8 statt 16 Bit je Parameter. Der Speicherbedarf halbiert sich dadurch etwa, ohne dass Sie selbst quantisieren müssen.

Verwandte Modelle

GLM-4.5 ist der Vorgänger mit 128.000 Token Kontext, GLM-4.7 der Nachfolger mit stärkerem agentischem Coding. Für Bilder und Videos gibt es mit GLM-4.6V ein eigenes Vision-Modell.

Spezialitäten von GLM-4.6

200.000 Token Kontext

Größeres Kontextfenster als GLM-4.5 für lange Dokumente und Codebasen.

Besseres Coding

Deutliche Zuwächse bei LiveCodeBench und SWE-bench, auch in Claude Code, Cline und Roo Code.

Hybrid-Reasoning

Wahlweise mit Denkphase für komplexe Aufgaben oder ohne für schnelle Antworten.

Werkzeuge beim Denken

Nutzt Werkzeuge wie die Websuche direkt während des Schlussfolgerns.

Benchmarks & Leistung

Individuelle KI-Beratung

Ist GLM-4.6 das passende Modell
für Sie?

Vielseitiges MoE unter MIT-Lizenz mit 200.000 Token Kontext. Wir prüfen mit Ihnen Nutzen, Auslegung und Betriebskosten.

Die Post-Training Pipeline für GLM-4.6

Trainingsdaten & Trainingsprozess

Z.AI veröffentlicht für GLM-4.6 keine eigenen Angaben zu den Trainingsdaten. Die Model Card verweist auf den Technical Report zu GLM-4.5: Vortraining auf 23 Billionen Token, anschließend Post-Training mit spezialisierten Expertenmodellen und Reinforcement Learning, bei dem das Modell aus Bewertungen seiner eigenen Antworten lernt.

Hardware & Deployment

  • Unterstützte Inferenz-Software: vLLM (ab 0.10.2), SGLang (ab 0.5.3rc1) und Transformers (ab 4.56.2)
  • Offizielle FP8-Gewichte als GLM-4.6-FP8
  • Betrieb wie bei GLM-4.5, Tool- und Reasoning-Parser glm45
  • MTP-Layer für Speculative Decoding

Empfohlene Hardware-Spezifikation

  • FP8: acht H100 oder vier H200, laut Z.AI gleicher Betrieb wie bei GLM-4.5
  • BF16: sechzehn H100 oder acht H200
  • Für lange Kontexte mehr GPUs einplanen, bei GLM-4.5 verdoppelt sich der Bedarf für 128.000 Token
  • Mit vLLM auf acht H100 bei Speichermangel laut Z.AI –cpu-offload-gb 16 setzen
  • Ohne eigene Hardware: Betrieb in unserer GPU Cloud, DSGVO-konform in Deutschland
Anwendungsfälle

Empfohlene Anwendungsfälle für GLM-4.6

GLM-4.6 eignet sich für Organisationen, die ein vielseitiges offenes Modell für Coding und Agenten selbst betreiben wollen. In einer KI-Beratung prüfen wir mit Ihnen, ob GLM-4.6 oder der Nachfolger GLM-4.7 besser passt.

Coding-Agenten
Einsatz in Claude Code, Cline, Roo Code oder Kilo Code als selbst betriebenes Modell.
Analyse langer Dokumente
200.000 Token Kontext für Verträge, Spezifikationen und Wissensbestände.
Recherche-Agenten
Websuche während des Schlussfolgerns, starke Werte bei BrowseComp.
Texte und Übersetzungen
Laut Z.AI verbessertes Schreiben für Inhalte und Übersetzungen.
Selbst betriebene Alternative
Offenes Modell im eigenen Rechenzentrum, ohne Daten an Dritte zu geben.
Z.AI
GLM-4.6

Stärken & Schwächen von GLM-4.6

Ihre GLM-4.6 Lösung

GLM-4.6 im eigenen Rechenzentrum betreiben

Wir planen die Cluster-Auslegung für GLM-4.6, übernehmen Inbetriebnahme, Quantisierung und Betrieb und hosten das Modell auf Wunsch DSGVO-konform in unserem zertifizierten Rechenzentrum in Limburg an der Lahn.

FAQ - Häufige Fragen

Wissenswertes zu GLM-4.6

GLM-4.6 läuft laut Z.AI wie GLM-4.5, für das Z.AI mit FP8-Gewichten acht H100 oder vier H200 angibt, mit BF16 die doppelte Anzahl. Für lange Kontexte steigt der Bedarf weiter, weil der KV-Cache, der Zwischenspeicher für bereits verarbeitete Teile einer Anfrage, mit der Kontextlänge wächst.

Das Kontextfenster wächst von 128.000 auf 200.000 Token, und das Modell programmiert deutlich besser, bei LiveCodeBench v6 etwa 82,8 statt 63,3. Die Architektur ist gleich, beide Modelle laufen mit derselben Inferenz-Software. Mehr zum Vorgänger lesen Sie auf unserer Seite zu GLM-4.5.

Ja. Z.AI veröffentlicht die Gewichte unter der MIT-Lizenz. Sie dürfen das Modell kommerziell einsetzen, anpassen und weitergeben, ohne Nutzungsbeschränkungen oder Umsatzgrenzen.

Ja. GLM-4.6 ist ein Hybrid-Reasoning-Modell. Die Denkphase ist standardmäßig aktiv und lässt sich per Parameter abschalten, wenn schnelle Antworten wichtiger sind als tiefes Schlussfolgern.

Ja. Über unsere GPU Cloud stellen wir die nötige Rechenleistung bereit. Alternativ bündelt der MaaS Proxy verschiedene Modelle über eine einheitliche Schnittstelle. Beide Wege betreiben wir DSGVO-konform in Deutschland.

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