GLM-4.7

Offenes MoE für agentisches Coding mit Preserved Thinking, dazu die kompakte Flash-Variante

Optimiert für agentisches Coding

Das GLM-4.7 Modell im Überblick

GLM-4.7 ist das offene Coding-Modell von Z.AI für agentische Entwicklungsarbeit, etwa in Werkzeugen wie Claude Code, Cline oder Roo Code. Gegenüber GLM-4.6 steigen die Werte deutlich, bei SWE-bench Verified von 68,0 auf 73,8 und bei Terminal Bench 2.0 von 24,5 auf 41,0. Neu ist Preserved Thinking: Das Modell behält seine Denkschritte über mehrere Gesprächsrunden, statt sie bei jeder Anfrage neu aufzubauen.

Technisch ist GLM-4.7 ein Mixture-of-Experts-Modell (MoE) aus vielen spezialisierten Teilnetzen. Von 355 Milliarden Parametern sind je verarbeitetem Textbaustein (Token) nur 32 Milliarden aktiv. Mit GLM-4.7-Flash gibt es zusätzlich eine kompakte Variante mit 30 Milliarden Parametern, die auf einer einzelnen GPU läuft. Beide stehen unter der MIT-Lizenz.

Name:

GLM-4.7 (+ GLM-4.7-Flash)

Entwickler:

Z.AI (Zhipu AI)

Veröffentlichung:

Dezember 2025

Lizenz:

MIT

Modelltyp:

MoE, agentisches Coding, rein textbasiert, Flash als kompakte Variante

Parameter:

GLM-4.7: 355 Mrd. total (32 Mrd. aktiv pro Token), Flash: 30 Mrd. total (3 Mrd. aktiv)

Architektur:

MoE mit Grouped-Query Attention und MTP-Layer, Interleaved und Preserved Thinking

Schichten:

92 (GLM-4.7)

Experten (MoE):

160 Experten, 8 aktiv je Token, 1 geteilter Experte (GLM-4.7)

Kontextlänge:

200.000 Token (Ausgabe bis 128.000 Token)

Variationen von GLM-4.7

GLM-4.7 und GLM-4.7-FP8

Das Hauptmodell mit 355 Milliarden Parametern, als BF16-Referenz und als offizielle FP8-Fassung. Bei FP8 sind die Gewichte mit 8 statt 16 Bit gespeichert, der Speicherbedarf halbiert sich etwa.

GLM-4.7-Flash

Kompakte Variante mit 30 Milliarden Parametern, davon 3 Milliarden aktiv, veröffentlicht im Januar 2026. Sie läuft auf einer einzelnen H100 und verbindet laut Z.AI Leistung und Effizienz.

Vorgänger und Nachfolger

GLM-4.6 ist der direkte Vorgänger mit identischer Architektur. Nachfolger ist GLM-5 mit 744 Milliarden Parametern und deutlich höheren Werten bei Agenten-Aufgaben.

Spezialitäten von GLM-4.7

Agentisches Coding

Starke Werte bei SWE-bench und Terminal Bench, abgestimmt auf gängige Coding-Agenten.

Preserved Thinking

Denkschritte bleiben über mehrere Runden erhalten, das spart Rechenzeit in Agenten-Abläufen.

Denken pro Runde steuerbar

Die Denkphase lässt sich je Anfrage ein- oder ausschalten, je nachdem, ob Tempo oder Genauigkeit wichtiger ist.

Kompakte Flash-Variante

GLM-4.7-Flash mit 30 Milliarden Parametern läuft auf einer einzelnen H100.

Benchmarks & Leistung

Individuelle KI-Beratung

Ist GLM-4.7 das passende Modell für Sie?

Starkes agentisches Coding unter MIT-Lizenz, wahlweise als großes Modell oder kompakte Flash-Variante. Wir prüfen mit Ihnen Nutzen, Auslegung und Betriebskosten.

Die Post-Training Pipeline für GLM-4.7

Trainingsdaten & Trainingsprozess

Z.AI veröffentlicht für GLM-4.7 keine eigenen Angaben zu den Trainingsdaten. Die Model Card verweist auf den Technical Report zu GLM-4.5: Vortraining auf 23 Billionen Token, anschließend Post-Training mit spezialisierten Expertenmodellen und Reinforcement Learning, bei dem das Modell aus Bewertungen seiner eigenen Antworten lernt.

Hardware & Deployment

  • Unterstützte Inferenz-Software: vLLM, SGLang und Transformers (ab 4.57.3), für GLM-4.7-Flash vLLM ab 0.15.0, SGLang ab 0.5.8 und Transformers ab 5.0.0
  • Offizielle FP8-Gewichte als GLM-4.7-FP8
  • Tool-Call-Parser glm47 und Reasoning-Parser glm45 verwenden
  • Preserved Thinking laut Z.AI derzeit nur mit SGLang
  • MTP-Layer für Speculative Decoding

Empfohlene Hardware-Spezifikation

  • FP8: acht H100 oder vier H200, abgeleitet aus den Angaben von Z.AI für GLM-4.5 mit gleicher Architektur
  • BF16: sechzehn H100 oder acht H200
  • Für lange Kontexte mehr GPUs einplanen, bei GLM-4.5 verdoppelt sich der Bedarf für 128.000 Token
  • GLM-4.7-Flash: eine H100, für den vollen Kontext zwei
  • Ohne eigene Hardware: Betrieb in unserer GPU Cloud, DSGVO-konform in Deutschland
Anwendungsfälle

Empfohlene Anwendungsfälle für GLM-4.7

GLM-4.7 eignet sich für Teams, die Coding-Agenten mit einem offenen Modell selbst betreiben wollen. In einer KI-Beratung klären wir mit Ihnen, ob das Hauptmodell oder die Flash-Variante besser passt.

Coding-Agenten
Einsatz in Claude Code, Cline, Roo Code oder Kilo Code als selbst betriebenes Modell.
Webseiten und Präsentationen
Laut Z.AI sauberere und modernere Webseiten und Folien als beim Vorgänger.
Werkzeug-Abläufe
Starke Ergebnisse bei τ²-Bench für Abläufe mit vielen Werkzeugaufrufen.
Recherche
Websuche mit Kontextverwaltung, starke Werte bei BrowseComp.
Schlanke Assistenten mit Flash
GLM-4.7-Flash für Anwendungen mit kleinem Hardware-Budget.
Z.AI
GLM-4.7

Stärken & Schwächen von GLM-4.7

Ihre GLM-4.7 Lösung

GLM-4.7 im eigenen Rechenzentrum betreiben

Wir planen die Cluster-Auslegung für GLM-4.7, übernehmen Inbetriebnahme, Quantisierung und Betrieb und hosten das Modell auf Wunsch DSGVO-konform in unserem zertifizierten Rechenzentrum in Limburg an der Lahn.

FAQ - Häufige Fragen

Wissenswertes zu GLM-4.7

Normalerweise verwirft ein Modell seine Denkschritte nach jeder Antwort. Bei Preserved Thinking bleiben sie über mehrere Gesprächsrunden erhalten. In Coding-Agenten spart das Rechenzeit und hält lange Abläufe konsistent. Laut Z.AI unterstützt beim Selbstbetrieb derzeit nur SGLang diese Funktion.

Mit den FP8-Gewichten rechnen Sie mit acht H100 oder vier H200, mit BF16 mit der doppelten Anzahl. Die kompakte Variante GLM-4.7-Flash läuft auf einer einzelnen H100.

Eine kompakte Variante mit 30 Milliarden Parametern, von denen je Token 3 Milliarden aktiv sind. Sie erschien im Januar 2026 und eignet sich, wenn Tempo und Hardware-Budget wichtiger sind als maximale Qualität.

Die Architektur ist gleich, das Training aber stärker auf agentisches Coding ausgerichtet. SWE-bench Verified steigt von 68,0 auf 73,8, Terminal Bench 2.0 von 24,5 auf 41,0. Hinzu kommen Preserved Thinking und die Steuerung der Denkphase je Runde. Mehr zum Vorgänger lesen Sie auf unserer Seite zu GLM-4.6.

Ja. Z.AI veröffentlicht die Gewichte unter der MIT-Lizenz. Sie dürfen das Modell kommerziell einsetzen, anpassen und weitergeben, ohne Nutzungsbeschränkungen oder Umsatzgrenzen.

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