GLM-5

Offenes Sparse-MoE für anspruchsvolles Coding und Agenten-Workflows

Optimiert für Coding und Agenten

Das GLM-5 Modell im Überblick

GLM-5 ist das offene Flaggschiff von Z.AI für anspruchsvolle Entwicklungs- und Agenten-Aufgaben – mehrstufige Abläufe, in denen das Modell selbstständig Werkzeuge wie Suche, Code-Ausführung oder Schnittstellen nutzt. Laut Z.AI erzielt es bei logischem Schlussfolgern (Reasoning), Programmierung und Agenten-Aufgaben die besten Ergebnisse aller offenen Modelle. Unter der MIT-Lizenz erhalten Sie die vollständigen Modellgewichte, also die trainierten Parameter, und können GLM-5 ohne Anbieterbindung im eigenen Rechenzentrum betreiben.

Technisch ist GLM-5 ein Mixture-of-Experts-Modell (MoE). Es besteht aus vielen spezialisierten Teilnetzen, von denen je verarbeitetem Textbaustein (Token) nur ein kleiner Teil rechnet. Von rund 744 Milliarden Parametern sind so nur 40 Milliarden gleichzeitig aktiv. Die aus DeepSeek-V3.2 übernommene Sparse Attention berücksichtigt zudem nur die relevanten Beziehungen zwischen den Token eines Textes und senkt so die Kosten bei langen Eingaben deutlich.

Name:

GLM-5 (+ GLM-5-FP8)

Entwickler:

Z.AI (Zhipu AI)

Veröffentlichung:

Februar 2026

Lizenz:

MIT

Modelltyp:

Sparse MoE, Reasoning und Agentik, rein textbasiert

Parameter:

744 Mrd. total (40 Mrd. aktiv pro Token), die HF-Modellseite listet 754 Mrd.

Architektur:

Sparse MoE mit DeepSeek Sparse Attention (DSA)

Kontextlänge:

200.000 Token

Variationen von GLM-5

GLM-5

Die vollständigen Modellgewichte im Zahlenformat BF16 mit 16 Bit je Parameter. Die Referenzversion für maximale Genauigkeit, mit rund 754 Milliarden Parametern aber auch mit dem höchsten Speicherbedarf.

GLM-5-FP8

Eine von Z.AI bereitgestellte quantisierte Fassung. Quantisierung bedeutet, dass die Gewichte mit geringerer Zahlengenauigkeit gespeichert werden, hier mit 8 statt 16 Bit. Der Speicherbedarf halbiert sich dadurch etwa, ohne dass Sie selbst quantisieren müssen.

Weiterentwicklungen (GLM-5.1 und GLM-5.2)

GLM-5.1 ist für sehr lange Agenten-Läufe optimiert. GLM-5.2 erweitert das Kontextfenster, also die Textmenge, die das Modell in einer Anfrage berücksichtigen kann, auf eine Million Token. Vorgänger von GLM-5 ist GLM-4.7.

Spezialitäten von GLM-5

Führend unter offenen Modellen

Laut Z.AI beste Ergebnisse aller offenen Modelle bei Reasoning, Coding und Agenten-Aufgaben.

Sparse Attention

DeepSeek Sparse Attention senkt die Kosten bei langen Kontexten deutlich.

Coding und Agenten

Auf mehrstufige Entwicklungsaufgaben und Werkzeugnutzung hin optimiert.

Ascend-Deployment

Offizieller Leitfaden für den Betrieb auf Huawei-Ascend-KI-Beschleunigern (NPUs) über xLLM.

Benchmarks & Leistung

Individuelle KI-Beratung

Ist GLM-5 das passende Modell für Sie?

Spitzenleistung bei offener MIT-Lizenz – allerdings mit erheblichem Hardware-Bedarf. Wir prüfen mit Ihnen Nutzen, Auslegung und Betriebskosten.

Die Post-Training Pipeline für GLM-5

Trainingsdaten & Trainingsprozess

GLM-5 wurde auf 28,5 Billionen Token vortrainiert – gegenüber 23 Billionen bei GLM-4.5. Im Vortraining lernt das Modell Sprache, Wissen und Programmcode aus großen Textmengen. Parallel wuchs das Modell von 355 auf 744 Milliarden Parameter, die aktiven Parameter je Token von 32 auf 40 Milliarden.

Im anschließenden Post-Training wird das Modell gezielt auf hilfreiche und verlässliche Antworten ausgerichtet. Z.AI setzt dafür mit „slime“ eine eigene Infrastruktur für Reinforcement Learning ein. Bei diesem Verfahren lernt das Modell aus Bewertungen seiner eigenen Antworten. Da slime asynchron arbeitet, steigt der Durchsatz beim Training deutlich. Das erlaubt feiner abgestufte Trainingsdurchläufe – nach Angaben von Z.AI der wesentliche Hebel für den Leistungssprung gegenüber GLM-4.7.

Architektonisch übernimmt GLM-5 die DeepSeek Sparse Attention. Sie reduziert die Kosten bei langen Kontexten, ohne die Kontextlänge einzuschränken – der praktische Grund dafür, dass sich ein Modell dieser Größe überhaupt wirtschaftlich betreiben lässt.

Hardware & Deployment

  • Unterstützte Inferenz-Software, also Programme zum Betrieb des Modells: vLLM (ab 0.19.0), SGLang (ab 0.5.10), KTransformers (ab 0.5.3), Transformers und xLLM (ab 0.8.0)
  • Offizielle FP8-Gewichte als GLM-5-FP8 verfügbar – keine eigene Quantisierung nötig
  • DeepSeek Sparse Attention senkt die Kosten bei langem Kontext spürbar
  • Betrieb auf Huawei-Ascend-KI-Beschleunigern (NPUs) über xLLM offiziell dokumentiert

Empfohlene Hardware-Spezifikation

  • Ein Server mit acht GPUs der H200- oder B200-Klasse. Das Modell wird per Tensor-Parallelität auf alle acht Karten aufgeteilt, die jeden Rechenschritt gemeinsam ausführen.
  • Mit den offiziellen FP8-Gewichten bleibt der Bedarf an Grafikspeicher (VRAM) beherrschbar.
  • Für die vollen BF16-Gewichte etwa den doppelten VRAM einplanen. Der Cloud-Anbieter Lambda nennt acht B200 mit je 180 GB als Minimum.
  • Reserve für den KV-Cache einplanen. In diesem Zwischenspeicher hält das Modell die bereits verarbeiteten Teile einer Anfrage vor. Bei 200.000 Token Kontext und vielen parallelen Anfragen wird er zum bestimmenden Faktor.
  • Ohne eigene Hardware: Betrieb in unserer GPU Cloud, DSGVO-konform in Deutschland.
Anwendungsfälle

Empfohlene Anwendungsfälle für GLM-5

GLM-5 eignet sich für Organisationen, die Spitzenleistung selbst betreiben und dabei die Kontrolle über Daten und Modell behalten wollen. Gerne prüfen wir mit Ihnen in einer KI-Beratung, ob sich der Infrastrukturaufwand für Ihren Anwendungsfall rechnet.

Anspruchsvolle Coding-Agenten
Mehrstufige Entwicklungsaufgaben über ganze Repositories hinweg, inklusive Werkzeugnutzung.
Analyse langer Dokumente
200.000 Token Kontext für Verträge, Spezifikationen und umfangreiche Wissensbestände.
Selbst betriebene Alternative
Spitzenleistung im eigenen Rechenzentrum, ohne Daten an einen externen Anbieter zu geben.
Wissenschaftliches Reasoning
Starke Ergebnisse bei Mathematik-Benchmarks wie HMMT und AIME 2026.
Autonome Werkzeug-Workflows
Verkettung vieler Werkzeugaufrufe über lange Abläufe, etwa in der Recherche-Automatisierung.
Z.AI
GLM-5

Stärken & Schwächen von GLM-5

Ihre GLM-5 Lösung

GLM-5 im eigenen Rechenzentrum betreiben

Wir planen die Cluster-Auslegung für GLM-5, übernehmen Inbetriebnahme, Quantisierung und Betrieb und hosten das Modell auf Wunsch DSGVO-konform in unserem zertifizierten Rechenzentrum in Limburg an der Lahn.

FAQ - Häufige Fragen

Wissenswertes zu GLM-5

Mit den offiziellen FP8-Gewichten rechnen Sie mit rund 750 GB und damit acht GPUs der H200-Klasse. Für die unquantisierten BF16-Gewichte (754 Milliarden Parameter) verdoppelt sich der Bedarf ungefähr. Als Minimum werden acht B200 mit je 180 GB genannt. Hinzu kommt Reserve für den KV-Cache, die bei langem Kontext deutlich ins Gewicht fällt.

Ja. Z.AI veröffentlicht die Modellgewichte unter der MIT-Lizenz. Sie dürfen das Modell kommerziell einsetzen, anpassen und weitergeben, ohne Nutzungsbeschränkungen oder Umsatzgrenzen.

GLM-5 ist deutlich größer: 744 statt 358 Milliarden Parameter und 28,5 statt 23 Billionen Trainings-Token. Der Sprung zeigt sich vor allem bei Agenten-Aufgaben – bei Terminal-Bench 2.0 steigt der Wert von 41,0 auf 56,2, bei MCP-Atlas von 52,0 auf 67,8. Details zum Vorgänger finden Sie auf unserer Seite zu GLM-4.7.

Die Sparse Attention berechnet nicht mehr jede Token-Beziehung vollständig. Dadurch sinken Rechenaufwand und Speicherbedarf bei langen Eingaben erheblich, während die nutzbare Kontextlänge erhalten bleibt. Praktisch bedeutet das geringere Betriebskosten bei der Verarbeitung großer Dokumente oder Codebasen. Dasselbe Verfahren kommt in DeepSeek-V3.2 zum Einsatz.

Ja. Über unsere GPU Cloud stellen wir Ihnen die nötige Rechenleistung bereit, ohne dass Sie Hardware beschaffen müssen. Alternativ bündelt der MaaS Proxy verschiedene Modelle über eine einheitliche Schnittstelle. Beide Wege betreiben wir DSGVO-konform in Deutschland.

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