GPT-6 Astra ist ein proprietäres Sprachmodell von OpenAI, das im September 2026 erschienen ist. Sein Schwerpunkt liegt auf Computer Use und agentischer Arbeit, also darauf, Anwendungen über die grafische Oberfläche selbst zu bedienen und mehrstufige Aufgaben über längere Zeit ohne laufende Betreuung zu bearbeiten. Laut OpenAI erreichte das Modell zur Veröffentlichung in Computer Use, Browser-Recherche, Softwareentwicklung, Cybersecurity, Wissenschaft und Fachaufgaben die besten gemessenen Werte. Das Kontextfenster fasst 1,05 Millionen Token bei bis zu 128.000 Token Ausgabe.
Für Unternehmen sind zwei Punkte entscheidend. Die Verarbeitung lässt sich auf europäische Rechenzentren begrenzen, allerdings nur in der Standardverarbeitung und nur mit einer passenden Vereinbarung zur Datenhaltung. Gleichzeitig ist Astra das erste OpenAI-Modell, das in der Cybersecurity die höchste Risikostufe des hauseigenen Preparedness Framework erreicht, woraus zusätzliche Kontrollen und Zugangsbeschränkungen folgen. Offene Modellgewichte gibt es nicht. Sie nutzen das Modell über OpenAI, die großen Cloud-Plattformen oder einen Zugang wie unseren MaaS Proxy.
GPT-6 Astra
OpenAI
September 2026
Proprietär (keine offenen Gewichte)
Proprietär, Reasoning mit fünf Effort-Stufen, Eingabe Text und Bild, Ausgabe Text
Nicht veröffentlicht
Nicht veröffentlicht. Reasoning, steuerbar über fünf Effort-Stufen
1.050.000 Token (max. 128.000 Token Ausgabe)
Das Standardmodell mit der API-Kennung gpt-6-astra. Verfügbar über die OpenAI API, Microsoft Azure und AWS Bedrock sowie über unseren MaaS Proxy. Nur in dieser Verarbeitungsart ist die regionale Verarbeitung in Europa möglich.
Dasselbe Modell mit bis zu doppelter Geschwindigkeit zum doppelten Preis je Token. Wichtig für europäische Kunden: In dieser Betriebsart steht die regionale Verarbeitung in Europa nicht zur Verfügung.
Eine erweiterte Variante, die OpenAI in den ChatGPT-Tarifen Pro, Business und Enterprise bereitstellt. Für die Anbindung eigener Anwendungen ist der API-Zugang der relevante Weg.
| Benchmark | GPT-6 Astra | GPT-5.6 Sol | Claude Opus 5 |
|---|---|---|---|
| Agents’ Last Exam | 59,3 | 53,6 | 55,5 |
| OSWorld 2.0 | 72,6 | 65,7 | 70,2 |
| AutomationBench | 41,4 | 18,1 | 26,9 |
| BenchCAD | 95,9 | 83,3 | 82,1 |
| BrowseComp | 91,5 | 90,4 | 90,8 |
| Terminal-Bench 4.0 | 57,9 | 37,3 | 52,6 |
| DeepSWE v1.1 | 74,1 | 72,7 | 73,7 |
| FrontierCode 1.1 Main | 53,3 | 47,5 | 53,4 |
| FrontierCode 1.1 Extended | 64,5 | 60,6 | 63,6 |
| Terminal-Bench Science 0.1 | 64,6 | 22,4 | 30,0 |
| FrontierMath Tier 4 | 97,6 | 83,0 | 73,2 |
| GPQA Diamond | 96,0 | 94,6 | 93,7 |
| ExploitGym | 42,4 | 30,3 | 22,0 |
| SRE-Bench (ein Versuch) | 88,0 | 55,9 | 12,5 |
Quelle: OpenAI, Veröffentlichung von GPT-6 Astra (September 2026). Angaben in Prozent. Werte für Claude Opus 5 laut OpenAIs Messung.
GPT-6 Astra ist stark bei der Bedienung von Anwendungen, aber weder günstig noch für jeden Anwendungsfall freigegeben. Wir prüfen mit Ihnen, wo sich der Einsatz rechnet, welche Datenschutzanforderungen erfüllbar sind und wo ein anderes Modell die bessere Wahl ist.
OpenAI veröffentlicht weder Parameterzahl noch Architektur und macht keine Angaben zu Trainingsdaten und Trainingsverfahren von GPT-6 Astra. Der Wissensstand des Modells reicht bis zum 30. April 2026. Ein Nachtrainieren mit eigenen Daten, also Fine-Tuning, ist für dieses Modell nicht vorgesehen.
Das Reasoning, also das schrittweise Durchdenken einer Aufgabe vor der Antwort, steuern Sie über fünf Effort-Stufen von low bis max. Für lange Arbeitsläufe hat OpenAI die Kontextverwaltung geändert: In der Entwicklungsumgebung Codex kann das Modell, bei Veröffentlichung als experimentelle Funktion, Notizen über mehrere Kontextfenster hinweg führen, statt frühere Abschnitte jeweils zu einer einzigen Zusammenfassung zusammenzupressen. Ältere Kontextfenster bleiben durchsuchbar. Das ist der Grund, weshalb OpenAI das Modell für mehrstündige Aufgaben wie umfangreiche Refactorings empfiehlt.
Datenschutz: Verarbeitung im EWR und in der Schweiz ist in der Standardverarbeitung möglich. Zero Data Retention bietet OpenAI berechtigten API-Kunden an.
Cybersecurity-Einstufung: Astra ist das erste OpenAI-Modell auf der höchsten Stufe des Preparedness Framework für Cybersecurity. Fortgeschrittene Cybersecurity-Anwendungen sind zunächst eingeschränkt und werden über das Programm Daybreak Blue schrittweise freigegeben. Für Konten mit erhöhtem Risiko gelten strengere Grenzen.
Einschränkungen: Laut OpenAI sind die Gedankengänge des Modells schwerer zu überwachen als beim Vorgänger, und Schutzmechanismen können legitime Arbeit unterbrechen.
GPT-6 Astra spielt seine Stärken dort aus, wo ein Modell Anwendungen selbst bedienen und mehrstufige Abläufe ohne laufende Betreuung durchziehen soll. Weniger geeignet ist es für große Mengen einfacher Aufgaben wie Klassifizierung, für Abläufe, die im Bereich Cybersecurity liegen, und für Szenarien, die volle Hoheit über die Infrastruktur verlangen. Dort sind kleinere oder offene Modelle im eigenen Rechenzentrum die bessere Wahl. Gerne klären wir das mit Ihnen in einer KI-Beratung.
Führend bei der Computerbedienung: Deutlich vor dem Vorgänger in OSWorld und Agents’ Last Exam, bei 47 Prozent weniger Zeit je Aufgabe.
Sehr großes Kontextfenster: 1,05 Millionen Token Eingabe und 128.000 Token Ausgabe.
Stark in Wissenschaft und Mathematik: 97,6 Prozent bei FrontierMath Tier 4 und 96,0 Prozent bei GPQA Diamond.
Verarbeitung in Europa möglich: Im EWR und in der Schweiz, in der Standardverarbeitung.
Weniger erfundene Angaben: Laut OpenAI 4,2 Prozent Halluzinationen gegenüber 12,2 Prozent beim Vorgänger.
Kein Betrieb im eigenen Rechenzentrum: Das Modell ist proprietär, Fine-Tuning ist nicht vorgesehen.
Einschränkungen bei Cybersecurity: Der Zugang ist beschränkt, Schutzmechanismen können legitime Arbeit unterbrechen.
Deutlich teurer je Token: Rund zweieinhalbmal so teuer wie Claude Opus 5.5, ab 272.000 Token Eingabe zusätzlich teurer.
Nicht in allen Tests vorn: Opus 5.5 liegt laut Anthropic bei Terminal-Bench 4.0, GDPval-AA und Humanity’s Last Exam vorn.
Wir binden GPT-6 Astra über unseren MaaS Proxy in Ihre Systeme ein, mit zentraler Budgetkontrolle, transparenter Abrechnung in Euro und Gateway-Betrieb in deutschen Rechenzentren. Auf Wunsch prüfen wir für Sie, welche Anwendungen besser auf offenen Modellen in eigener Infrastruktur laufen.
Den größten Abstand zu GPT-5.6 Sol weist OpenAI bei der Computerbedienung und bei agentischen Aufgaben aus. Bei AutomationBench steigt der Wert von 18,1 auf 41,4 Prozent, bei Terminal-Bench 4.0 von 37,3 auf 57,9 Prozent und bei Terminal-Bench Science von 22,4 auf 64,6 Prozent. Aufgaben in OSWorld löst das Modell im Schnitt in 40 statt 75 Minuten.
Die Voraussetzungen sind gegeben: Die Verarbeitung lässt sich auf den Europäischen Wirtschaftsraum und die Schweiz begrenzen, und Zero Data Retention bietet OpenAI berechtigten API-Kunden an. Beides gilt nur für die Standardverarbeitung, nicht für den Fast Mode, und setzt eine passende Vereinbarung voraus. Die konkrete Bewertung hängt von Ihrem Anwendungsfall, Ihren Daten und dem gewählten Bezugsweg ab. Wir beraten Sie dazu individuell.
OpenAI stuft Astra als erstes eigenes Modell in die höchste Risikostufe des hauseigenen Preparedness Framework für Cybersecurity ein. Das Modell kann laut OpenAI unbekannte Sicherheitslücken finden und eigenständig Wege entwickeln, diese auszunutzen. Verteidigende Anwendungsfälle wie die Malware-Analyse erschließt OpenAI schrittweise über das Programm Daybreak Blue. Planen Sie ein, dass Schutzmechanismen auch legitime Arbeit unterbrechen können.
Der Listenpreis je Token liegt rund zweieinhalbmal so hoch wie bei Claude Opus 5.5. Ab 272.000 Token Eingabe verdoppelt sich der Eingabepreis und der Ausgabepreis steigt um die Hälfte. Der Fast Mode kostet das Doppelte des Grundpreises. Über unseren MaaS Proxy rechnen Sie in Euro ab.
Nein. Das Modell ist proprietär und nur über OpenAI, die angebundenen Cloud-Plattformen oder einen Zugang wie unseren MaaS Proxy nutzbar. Auch Fine-Tuning mit eigenen Daten ist nicht vorgesehen. Wer volle Kontrolle über die Infrastruktur braucht, ist mit offenen Modellen besser bedient, etwa GLM-5 oder DeepSeek-V4-Pro.
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