Claude Opus 5.5 ist ein proprietäres Sprachmodell von Anthropic für agentisches Coding und anspruchsvolle Wissensarbeit, also für mehrstufige Aufgaben, in denen das Modell selbstständig Werkzeuge nutzt und über längere Zeit an einem Ergebnis arbeitet. In allen neun Tests, die Anthropic zur Veröffentlichung im September 2026 ausgewiesen hat, liegt es vor Claude Fable 5.1 und dem Vorgänger Claude Opus 5. Die Betriebskosten sinken laut Anthropic gegenüber Opus 5 im typischen Einsatz um rund 40 Prozent, die Ausgabe ist über 30 Prozent schneller.
Für Unternehmen zählt vor allem der Datenschutz: Opus 5.5 ist wie frühere Opus-Modelle mit Zero Data Retention verfügbar, Anfragen werden nach der Verarbeitung also nicht gespeichert. Über Amazon Bedrock lässt sich die Verarbeitung zudem auf europäische Rechenzentren begrenzen. Offene Modellgewichte gibt es nicht. Sie nutzen das Modell über Anthropic, die großen Cloud-Plattformen oder einen Zugang wie unseren MaaS Proxy.
Claude Opus 5.5
Anthropic
September 2026
Proprietär (keine offenen Gewichte)
Proprietär, Reasoning dauerhaft aktiv, Eingabe Text und Bild, Ausgabe Text
Nicht veröffentlicht
Nicht veröffentlicht. Adaptives Reasoning, steuerbar über fünf Effort-Stufen
1.000.000 Token (max. 128.000 Token Ausgabe)
Das Standardmodell mit der API-Kennung claude-opus-5-5. Verfügbar über die Claude Platform, Amazon Bedrock, Google Cloud und Microsoft Azure sowie über unseren MaaS Proxy.
Dasselbe Modell mit schnellerer Ausgabe zum doppelten Preis je Token. Sinnvoll, wenn kurze Antwortzeiten wichtiger sind als die Kosten.
Mit der Kennung eu.anthropic.claude-opus-5-5 läuft die Verarbeitung nur in europäischen Regionen von Amazon Bedrock: Frankfurt, Zürich, Stockholm, Mailand, Spanien, Irland, London und Paris. Zürich und London liegen dabei außerhalb der EU.
| Benchmark | Claude Opus 5.5 | Claude Fable 5.1 | Claude Opus 5 |
|---|---|---|---|
| Terminal-Bench 4.0 | 66,4 | 55,8 | 52,3 |
| FrontierCode v1.1 | 54,4 | 50,3 | 48,0 |
| CursorBench 4.0 | 57,8 | 51,8 | 46,6 |
| Terminal-Bench-Science 0.1 | 58,7 | 52,6 | 29,0 |
| GDPval-AA v2.1 | 1846 | 1735 | 1708 |
| AutomationBench | 40,0 | 31,4 | 26,9 |
| Humanity’s Last Exam (mit Tools) | 67,7 | 65,6 | 63,6 |
| OSWorld 2.1 | 81,8 | 80,7 | 74,0 |
| Chartography (mit Tools) | 89,0 | 88,4 | 83,4 |
Quelle: Anthropic, Veröffentlichung von Claude Opus 5.5 (September 2026). Opus 5.5 auf der Effort-Stufe max, gemessen mit aktiven Schutzmechanismen. Angaben in Prozent, GDPval-AA als Punktwert.
Opus 5.5 ist leistungsfähig und deutlich günstiger als sein Vorgänger, aber nicht für jede Aufgabe die wirtschaftlichste Wahl. Wir prüfen mit Ihnen, wo sich der Einsatz rechnet und wie sich Ihre Kosten realistisch entwickeln.
Anthropic veröffentlicht weder Parameterzahl noch Architektur und macht keine Angaben zu Trainingsdaten und Trainingsverfahren von Opus 5.5. Der Wissensstand des Modells reicht bis Juni 2026. Belegt ist, dass das Modell je Aufgabe weniger Token verbraucht als Opus 5 und dass sich diese Effizienz im Preis niederschlägt.
Das Reasoning, also das schrittweise Durchdenken einer Aufgabe vor der Antwort, ist dauerhaft aktiv und lässt sich nicht abschalten. Die Denktiefe steuern Sie stattdessen über fünf Effort-Stufen von low bis max, Standard ist medium. Schon die niedrigste Stufe liefert laut Anthropic starke Ergebnisse: Im Code-Review fand Opus 5.5 dort 72 Prozent der bekannten Fehler, Opus 5 auf hoher Stufe 56 Prozent.
Datenschutz: Opus 5.5 ist mit Zero Data Retention verfügbar und lässt sich über Amazon Bedrock auf europäische Regionen begrenzen. Claude Fable 5.1 ist dagegen ein Covered Model mit mindestens 30 Tagen Aufbewahrung.
Schutzmechanismen: Greifen sie bei Cybersecurity-Anfragen ein, übernimmt Claude Opus 4.8. Für Biologie gelten Einschränkungen. Die Ausgaben tragen Wasserzeichen nach dem EU AI Act.
Verhalten: Opus 5.5 versuchte laut Anthropic rund 85 Prozent seltener als Opus 5, Systemgrenzen zu umgehen, und erreicht bei Prompt Injection im Test von Gray Swan die niedrigste Erfolgsquote. Da das Modell häufig vermutet, getestet zu werden, ist die Sicherheitsbewertung laut Anthropic nur begrenzt aussagekräftig.
Für anspruchsvolle Aufgaben, die Tiefe und Verlässlichkeit brauchen, auch bei mehrstündigen Agenten-Läufen ohne laufende Betreuung. Weniger geeignet ist Opus 5.5 für große Mengen an Standardaufgaben wie Klassifizierung und für Szenarien, die volle Hoheit über die Infrastruktur verlangen. Dort sind kleinere oder offene Modelle im eigenen Rechenzentrum die bessere Wahl. Gerne klären wir das mit Ihnen in einer KI-Beratung.
Vorn in Anthropics Benchmarks: In allen neun ausgewiesenen Tests liegt Opus 5.5 vor Fable 5.1 und Opus 5.
Günstiger als die Vorgänger: Je Token 20 Prozent unter Opus 5 und 60 Prozent unter Fable 5.1.
Datenschutz: Zero Data Retention und Verarbeitung in europäischen Regionen über Amazon Bedrock.
Großes Kontextfenster: Eine Million Token Eingabe und 128.000 Token Ausgabe.
Belastbare Recherche: Im strengen Quellencheck von Anthropic bestand Opus 5.5 bei 16 von 18 Berichten, Fable 5.1 und Opus 5 bei keinem.
Kein Betrieb im eigenen Rechenzentrum: Das Modell ist proprietär und nur über Anbieter nutzbar.
Reasoning nicht abschaltbar: Latenz und Token-Verbrauch sollten bei der Umstellung neu gemessen werden.
Umleitung sensibler Anfragen: Cybersecurity- und Biologie-Anfragen werden eingeschränkt oder an andere Modelle weitergeleitet.
Nicht in allen Tests vorn: GPT-6 Astra erzielt bei AutomationBench und Terminal-Bench-Science höhere Werte.
Wir binden Opus 5.5 über unseren MaaS Proxy in Ihre Systeme ein, mit zentraler Budgetkontrolle, transparenter Abrechnung in Euro und Gateway-Betrieb in deutschen Rechenzentren. Auf Wunsch prüfen wir für Sie, welche Anwendungen besser auf offenen Modellen in eigener Infrastruktur laufen.
Der Preis je Token liegt 20 Prozent unter Claude Opus 5 und 60 Prozent unter Claude Fable 5.1. Zwischengespeicherte Anfrageteile (Cache-Reads) sind 60 Prozent günstiger als bei Opus 5. Weil Opus 5.5 zudem weniger Token je Aufgabe verbraucht, sinken die Gesamtkosten laut Anthropic im typischen Einsatz um rund 40 Prozent. Über unseren MaaS Proxy rechnen Sie in Euro ab.
Opus 5.5 liegt in allen neun von Anthropic ausgewiesenen Tests vor Claude Fable 5.1 und ist je Token 60 Prozent günstiger. Für Unternehmen wichtig: Fable 5.1 ist ein Covered Model mit mindestens 30 Tagen Aufbewahrung, Opus 5.5 dagegen mit Zero Data Retention verfügbar. Zudem gibt es auf Amazon Bedrock für Opus 5.5 ein europäisches Profil, für Fable 5.1 nicht.
Die Voraussetzungen sind gut: Zero Data Retention ist verfügbar, und über Amazon Bedrock lässt sich die Verarbeitung auf europäische Regionen begrenzen. Die konkrete Bewertung hängt von Ihrem Anwendungsfall, Ihren Daten und dem gewählten Bezugsweg ab. Wir beraten Sie dazu individuell.
Nein. Das Modell ist proprietär und nur über Anthropic, die angebundenen Cloud-Plattformen oder einen Zugang wie unseren MaaS Proxy nutzbar. Wer volle Kontrolle über die Infrastruktur braucht, ist mit offenen Modellen besser bedient, etwa GLM-5 oder DeepSeek-V4-Pro.
Laut Anthropic sinken die Betriebskosten um rund 40 Prozent, die Ausgabe ist über 30 Prozent schneller, und in allen ausgewiesenen Tests liegt Opus 5.5 vorn. Prüfen Sie vor der Umstellung, ob Ihre Integration von Preserved Thinking betroffen ist und wie sich das dauerhaft aktive Reasoning auf Ihre Antwortzeiten auswirkt.
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